Samstag, 24. April 2010

Erfolgreiches Wochenende

Gestern Nachmittag fuhr ich zu Benny weil wir heute früh zu einem kleinen Privatsee in der Nähe von Osnabrück fahren wollten. Kurzerhand entschlossen wir uns, noch für ein paar stündchen an die Werre zu gehen um dort auf Forellen zu angeln. Ich wollte auch meine neuen Gummiköder und Fransenjigs die ich mir letzte Woche bestellt habe ausprobieren und fischte mit einem Keitech model II Jigkopf + einem Live impact als trailer. Gleich beim ersten Wurf bekam ich einen Biss den ich nicht verwerten konnte. Zwar war mir klar dass sie Fehlbissrate sehr hoch sein würde da der Haken des Jigs sehr kurzschenklig-und der Köder lang ist, aber ich ich wollte unbedingt die neuen Köder testen.
Nach mehreren Fehlbissen bekam ich in einem tiefen Gumpen einen Biss und der Fisch konnte nach kurzem aber spritzigem Drill sicher gekeschert werden.

Das Maßband zeigte 41cm an und die Bachforelle war damit meine größte bisher aus der Werre, wo der Durchschnitt leider nur bei 25cm liegt. Abends landete sie dann auf dem Grill! ;)


Heute früh fuhren wir dann mit Bennys Vater zu einem kleineren See bei Osnabrück. Benny fing recht schnell nach der Ankunft einen 56er Hecht auf einen braunen No-action Shad. Der Hecht biss sofort nach dem aufklatschen des Gummis auf der Wasseroberfläche und schoss aus einer umgestürzten Baumkrone.
Nachdem mir einige Jigs abgerissen waren aber ich noch keinen Barsch fangen konnte hatte ich die schnauze voll und Blinkerte auf Hecht. Kurz darauf sah ich einen guten 50er im flachen Wasser, der den Blinker attackierte. Leider schlitzte er wieder aus. Trotzdem machte das Blinkern an der 2,70m Rute wahnsinnig Spaß weil die schweren Effzetts weit über 50m flogen. Der nächste Biss konnte verwandelt werden aber dafür war der Hecht auch nur halb so groß wie der erste.

Im laufe des Tages bekamen wir noch recht viele Bisse, aber fast alle der Fische schlitzten wieder aus.
Benny angelte die meiste Zeit mit verschiedenen Gummifischen. Später berichtete er mir dass ein Karpfen seinen Gummi eingesaugt hatte und sofort darauf losschoss. Leider hatte er an der leichten Spinnrute keine Chance den Fisch zu bändigen, sodass die Schnur riss.
Kurz vor der Abfahrt, als bennys Vater gerade seinen Köfi einholte, schwamm ihm ein dicker Barsch nach, der ihn vorm Ufer noch attackierte. Ein weiterer Fehlbiss folgte bevor der kapitale Barsch sich wieder aus dem Staub machte.
Alles in allem ein relativ erfolgreiches Wochenende und ein neuer Gewässerrekord!

Sonntag, 18. April 2010

Forellen wieder offen

Seit dem 15. April ist die Schonzeit an der Werre wieder vorbei. Deshalb war ich gestern dort den halben Tag mit einem Freund mit der leichten Spinnrute auf Forellen angeln. Da es dort im letzten Jahr nicht so erfolgreich war erhoffte ich mir nicht so viel. Gegen 8 Uhr kam ich an der Werre an wo ich mich mit Benny verabredet hatte. Wir fischten ein Stück stromauf. Nach ca. einer halben Stunde fing benny eine kleine Forelle hinter einer Rausche.

Kurze zeit später bekam ich einen Biss auf einen Biss unter einer Ausspülung einer Baumwurzel. Allerdings blieb die Forelle am Haken des Gummifisches nicht hängen.
An dieser Strecke der Werre gab es keine Bisse mehr deshalb wechselten wir nach ca.2 Stunden die Stelle und gingen ein ganzes Stück stromab wo wir an einer anderen erfolgversprechenden Stelle weiterangelten. Zuerst bekam ich wieder einen Fehlbiss auf Gummifisch und kurz darauf konnte Benny eine 31er Forelle auf einen Spinner fangen.

Interessant daran war dass die Forelle sofort beim ersten Wurf an der Stelle biss, wo man sie vorher an der Oberfläche nach Insekten steigen sah.
Gegen ende des Tages konnte ich insgesamt auf 5 Fehlbisse und aussteiger auf einen 5cm Gummifisch zurückblicken während Benny beide seiner Bisse auf Spinner verwerten konnte. Nächstes mal werde ich mir wohl etwas überlegen müssen wie auf Gummifisch mehr Forellen hängen bleiben. Trotzdem war es ein schöner Tag und ich habe immerhin ein paar Forellen zu Gesicht bekommen.

Freitag, 9. April 2010

Laichgeschäft vorbei

Heute hatte ich mich mit Julian zum Angeln verabredet. Um 11 holte er mich ab und wir fuhren dann zum See. Zuerst tat sich fast garnichts. Gegen 2 Uhr bekam ich einige Bisse, keiner der Fische blieb jedoch hängen. Beim Jiggen über steinigem Grund bekam ich dann ein starkes Rucken in der Schnur und setzte den Anhieb. Ein schöner 60er Hecht hatte sich auf den kleinen No-action Shad gestürzt.

Beim Landen schüttelte sich der Fisch so, dass ich mit meinem Daumen zwischen die scharfen Zähne geriet und mich daran schnitt.

Kurze Zeit später hatte Julian einen Biss auf einen getwitchten Wobbler. Es war ein größerer Hecht, den wir nach kurzem aber heftigem Drill landen konnten. Das Messen ergab stattliche 76cm! So einen fängt man bei uns nicht allzu oft.

Danach tat sich nicht mehr viel und wir wechselten die Stelle. Bereits nach kurzer Zeit stürzte sich ein besserer Fisch direkt nach dem Auswurf auf Julians Wobbler. Ebenfalls ein nicht zu verachtender, 69cm großer Hecht.

An der selben Stelle fing ich dann auch noch einen kleinen Hecht von geschätzten 55cm.

Alle Hechte wurden wegen der noch herrschenden Schonzeit zurückgesetzt. Trotzdem glaube ich, dass die Hechte mit dem Laichgeschäft bereits fertig sind da das Wasser nun schon seit ein paar Wochen warm ist und keiner der Fische noch besonders dick war. Es war ein sehr erfolgreicher Tag, vor allem für Julian, der die beiden größten Hechte fangen konnte.

Mittwoch, 7. April 2010

Nur Hechte...

Wegen dem schönen Wetter bin ich heute nochmal zum Stausee gefahren. Da das Wasser ja schon etwas wärmer ist habe ich es in den flacheren Zonen versucht. Obwohl ich nur ganz kleine Köder benutzt habe sind wieder nur Hechte ans Band gegangen!
Zuerst biss ein schöner 60+ Hecht auf einen Illex Chubby DD. Gemessen habe ich den Fisch nicht, da ich ihn möglichst schnell im Wasser abgehakt habe. Leider habe ich kein richtiges Bild von dem Hecht- dafür jedoch eine Film. Aber ich habe mal versucht einen Screenshot des Videos hier reinzustellen.



Danach jiggte ich an einer etwas tieferen und steinigeren Stelle mit kleinen Gummifischen. Auf einen kleinen No-action Shad bekam ich dort auch einen Biss: Allerdings wieder ein mittlerer 50cm+ Hecht und nicht der erhoffte Barsch.

Dienstag, 6. April 2010

Ostern 2010

Ich komme gegerade aus Bayern wieder, wo ich in den Osterferien eine Woche mit einem Freund verbracht habe. Dort waren wir auch zwei Tage angeln. In einem Privatstück der Schmutter versuchten wir es auf Raubfisch. Da der Hecht dort allerdings noch nicht abgelaicht hatte fischten wir nur mit angedrückten Widerhaken um die Fische möglichst wenig zu verletzen. Am ersten Tag bekamen wir auf Jerkbaits nur Nachläufer. Als ich es mit einem dicken Bucktailspinner probierte, bekam ich sofort an einer breiten Stelle des Flusses einen schönen Biss von einem Hecht um die 70cm, der sich aber an der Oberfläche abschütteln konnte. Von da an fischten wir weiter mit Spinnern und Max fing noch einen schönen Hecht von ca. 60cm, ebenfalls auf Spinner.



Dieser wurde sofort schonend zurückgesetzt, was ohne die Widerhaken kein Problem darstellte. Gegen abend bekamen wir beide noch jeweils einen Fisch an die Angel, aber beide konnten sich im Drill abschütteln. Am nächsten Tag war etwas weniger los. Unterhalb eines Wehres ging mir ein knapper 60er auf einen kleinen Gummifisch, mehr biss nicht mehr.

Sonntag, 21. März 2010


Zum zweiten mal in Folge war ich heute erfolgreich! Ich angelte zuerst mit verschiedenen kleinen Gummiködern. Auf einen kleinen Kopyto in 5cm Motoroil bekam ich dann einen leichten Biss. Mehrmals warf ich an die gleiche Stelle aber der Verursacher wollte nicht mehr beissen. Als ich auf einen kleinen Rapala X-Rap wechselte und ihn aggressiv durchs relativ braune Wasser twitchte hing sofort ein knapp gehakter Hecht von ca. 50cm der sofort released wurde.

Ein paar Würfe später bekam ich erneut einen Biss auf denselben Köder. Allerdings hatte der 54cm lange Hecht den Wobbler komplett inhaliert und ein Haken reichte bis in die Kiemen sodass er nicht mehr überlebensfähig gewesen wäre und ich mich dazu entschied ihn abzuschlagen.



Beide Hechte hatten Narben auf den Flanken die wahrscheinlich von Kormoranen verursacht wurden. Ich angelte noch eine Zeit weiter aber es tat sich nicht mehr viel. Ein Angelkollege konnte nebenbei auch noch einen ähnlich großen Hecht auf einen Spinner fangen.

Sonntag, 7. März 2010

Erster Hecht 2010

Zwar nicht der größte, aber immerhin wieder mal ein Hecht.
Gefangen hab ich ihn heute auf einen Berkley Sabbertail am Jigkopf, langsam über den Grund gezupft. Nach einer Fehlattacke biss er sofort nochmal und blieb hängen. Nach diesem Fisch hatte ich noch mehrere Bisse.


Das Eis war in den letzten Tagen bereits ganz verschwunden, aber da es heute Nacht -10° hatte ist ein Teil des Sees wieder mit dünnen Eisschollen bedeckt.
Nach dem Hecht konnte ich beim Dropshotten noch ein Rotauge auf denselben Köder fangen, der Haken hing richtig im Maul, der Fisch war also nicht fehlgehakt.

Barsche, auf die ich es eigentlich abgesehen hatte, haben sich nicht blicken lassen.

Dienstag, 16. Februar 2010

Wobbler bauen


Da jetzt im Winter das Angeln kaum noch Spass macht, habe ich eine Anleitung geschrieben, wie man sich während der Schonzeitphase die Zeit mit dem Wobblerbau vertreiben kann.
Also an Materialien braucht ihr erstmal folgendes: Balsaholz, V2A-Draht in 1mm Dicke, Polycarbonat in 1,5 oder 2mm, Blei, 5-Minuten Epoxy, Sprüh oder/-und Acrylfarbe und normalen, langsamer trocknenden Epoxy. Das gibt es alles im Baumärkten, Modellbauläden oder im Internet zu kaufen.
Werkzeuge: Verschiedene kleine Zangen zum Biegen des Drahtes, Säge zum Tauchschaufel ausschneiden und Balsaholz in die Grobe Form bringen. Außerdem ein Cuttermesser und feines Schleifpapier um das Balsaholz zu bearbeiten.
Zuerst fangen wir damit an, einen Wobbler zu skizzieren, den wir später haben möchten. Ich habe mich für einen kleinen 4cm großen Barschwobbler entschieden weil ich damit in den letzten Jahren sehr gut gefangen habe.

Wir malen die groben Umrisse aufs Balsaholz und sägend den Rohling aus. Am besten geht das mit einer kleinen Tischsäge oder Stichsäge, aber notfalls auch von Hand mit dem Cuttermesser oder per Handsäge. Dann kann man den "Holzklotz" nach eigenen Wünschen so Schnitzen (Cutter) dass er die gewünschte Form hat und danach mit feinem Schleifpapier abglätten.

Danach müssen wir uns überlegen wie tief der Wobbler laufen soll. Bei einem Flachläufer können wir die Tauchschaufel klein ausfallen lassen und in einem sehr steilen Winkel nach unten. Bei Tiefläufern muss die Tauchschaufel länger und steiler nach vorne gehen. Außerdem ist in diesem Fall besser wenn dann die Einhängeöse aus der Tauchschaufel austritt (So wie bei meinem Wobbler).

Je breiter die Tauchschaufel von oben betrachtet ist, desto mehr vibriert der Wobbler beim Einholen. Darauf stehen vor allem Barsche. Eine sehr schmale Tauchschaufel lässt den Wobbler ein bischen flacher und in schönen S-Bahnen laufen und flanken, was die Hechte oft mögen. An die entsprechende Stelle im Kopfbereich des Wobblers sägen wir nun einen tauchschaufeldicken Schlitz, wo diese später eingeklebt wird. Dabei muss der Winkel natürlich schon stimmen, in dem die Schaufel später anstehen soll.

Ich habe eine breitere Tauchschaufel eingebaut.
Da die Stahlachse, die das Ende unserer Angelschnur mit den Haken verbindet, im Wobbler verschwinden soll, müssen wir eine Kerbe in den Bauch des Wobblerrohlings schneiden (Cutter). dann kann man einfach mal probieren, die Stahlachse passend zu biegen, so dass die Hakenösen an den richtigen Stellen austreten und alles gerade verläuft. Vor allen dass die spätere Einhängeöse mittig ist, ist wichtig, ansonsten läuft der Wobbler später schief.


Generell ist es einfacher große Hechtwobbler zu bauen, da diese nicht so fein austariert werden müssen und auch bei nicht perfekt gerader Tauchschaufel meistens noch ganz ansehnlich laufen. Kleinere Wobbler drehen sich beim Einkurbeln schnell auf die Seite wenn die Tauchschaufel oder die Einhängeöse nicht gerade sitzt.
Wenn der Balsakörper die richtige Form hat kann man sich die Tauchschaufel auf das Polycarbonat zeichnen und aussägen.

Wichtig ist, dass die Form der Schaufel sich auf der Mittelachse spiegelt, also nicht dass die linke hälfte der Tauchschaufel mehr Angriffsfläche für das Wasser bietet als die Rechte. Das führt ansonsten später auch zu einem schlechten Laufverhalten. Wenn die Einhängeöse aus der Tauchschaufel austreten soll, dann muss man an der entsprechenden Stelle noch ein Loch bohren, durch welches die Öse verläuft.
Danach kann man schon den 5 Minuten Epoxy anrühren und in dem Schlitz des Wobblerbauches verteilen. Nun muss die Stahlachse gerade in den Schlitz gelegt werden, weil sie nach aushärten des Epoxys schon fest verankert ist. In den zuvor für die Tauchschaufel angefertigten Schlitz, geben wir jetzt auch einen tropfen Epoxy und stecken die Tauchschaufel darauf. Jetzt ist die letzte Chance, die Tauchschaufel sowie Einhängeöse Mittig auszurichten. Außerdem wird in diesem Schritt auch schon das Blei eingeklebt.

Zwar kann man den Wobbler auch ganz ohne Blei bauen, weil die Stahlachse und die Haken später in den meisten Fällen schon ausreichen, die Schwimmlage zu stabilisieren aber dann ist der Auftrieb sehr hoch. Es gibt auch formeln mit denen man ausrechnen kann, wie viel Gramm Blei in einen Wobbler muss damit er Schwebt, aber ich tariere die meisten Köder nach Gefühl aus. Wenn zu viel Blei eingebaut wird, sinkt der Wobbler natürlich später wie ein Stein zu Boden.
Wenn nach ca. fünf Minuten der Epoxy so hart ist dass man ihn ohne Probleme anfassen kann, dann darf man schon weiter arbeiten. Falls die Tauchschaufel an den Stellen wo sie im Wobbler verklebt ist, noch seitlich übersteht, kann man diese Stellen noch abschleifen.
Dann können wir auch schon mit der Bemalung beginnen. Natürlich sieht es genial aus wenn man eine Airbrush besitzt und damit arbeiten kann, aber es reicht auch vollkommen aus wenn wir den Wobbler mit normalen Sprühfarben oder Acrylfarben bemalen. Da ich persönlich am liebsten mit Barschdekors angle, bemale ich die Wobbler folgendermaßen:
Zuerst sprühe ich mit weißer Sprühfarbe als Grundierung den ganzen Körper des Wobblers Weiß. Vorm Besprühen muss man die Tauchschaufel allerdings noch mit Klebeband abkleben damit diese später nicht Farbig wird, sondern klar bleibt.
Wenn die weiße Schicht trocken ist, dann sprühe ich meistens von oben mit grüner Sprühfarbe, sodass der Rücken Dunkelgrün ist, die Seiten noch grünlich aussehen, aber der Bauch weiss bleibt.
Nach dieser Schicht folgt eine Schicht mit schwarzer Sprühfarbe, diesmal nur von Oben, so dass lediglich der Rücken schwarz wird. Man sollte nie eine neue Schicht aufsprühen bevor die vorige Trocken ist, da ansonsten die Farbe schnell verläuft und das ganze Werk versaut. Auch ist es wichtig dass man beim Sprühen genug Abstand zum Köder hält um tropfenbildung zu verhindern.
Jetzt hat der Wobbler schon die Farben eines Barsches. Die schwarzen Striche, sowie die Augen werden mit Acrylfarben, oder anderen geeigneten Farben per Pinsel aufgebracht. Edding würde ich dafür nicht empfehlen, da dieser in Verbindung mit Epoxy verläuft. Dies ist auf jeden Fall eine der einfachsten Methoden einen Wobbler anzumalen.
Hat der Köder die Farbe, die er auch dauerhaft behalten soll, wird erneut Epoxy angerührt, diesmal allerdings nicht der 5-Minuten-Epoxy, sondern der länger trocknende. Weil dieser länger austrocknet und am Anfang des Anrührens auch noch flüssiger ist, wird die Schicht die den Köder später vor Hechtzähnen schützt, gleichmässiger und klarer.
Allerdings besteht hierbei auch die Gefahr dass der Epoxy zu flüssig ist und wieder vom Köder runterläuft. Aus diesem Grund warte ich so lange, bis der Epoxy die richtige Konsistenz erreicht hat. Nun lässt er sich noch gut und gleich mässig verteilen, aber bildet nicht so schnell Tropfen.
Dennoch sollte man den bestrichenen Köder die ersten 20 Minuten noch regelmässig wenden (Einhängeöde, an der er aufgehängt wurde tauschen), da man Tropfenbildung anders nicht ganz vermeiden kann. Man kann sich hierfür auch ein "Köderkarusell" bauen, in das der Wobbler eingehängt wird und per Minimotor ständig gedreht wird. Ich besitze kein solches, allerdings ist das bestimmt eine praktische Sache!
Andere Bastler bringen die letzte Schutzschicht nicht mit Epoxy, sondern mit Bootslack auf. Damit habe ich allerdings keine Erfahrungen gemacht und kann deshalb nicht viel dazu sagen. Die Haken und Sprengringe werden natürlich erst jetzt montiert und damit ist der Wobbler auch schon einsatzbereit!

Ich sehe den Vorteil von selbstgebauten Wobblern vor allem im Preis. Die anschaffung der Materialien (Epoxy, Balsaholz, Draht und Polycarbonat) mag zwar auf den ersten Blick teuer erscheinen, wenn man allerdings bedenkt dass man damit bis zu 50 Wobbler bauen kann (natürlich hängt das von der Größe ab), von denen im Laden jeder vielleicht 5-15€ kosten würde, dann rechtfertigt das die Materialkosten auf alle Fälle!
Außerdem kann man sich den Wobbler für die eigenen Einsatzgebiete und Gewässer perfekt anpassen (Lieblingsfarbe, Lauftiefe, Schwimmverhalten, Größe und Form). Ich habe mit meinen selbstgebauten Wobblern teilweise schon sehr gut gefangen. Und die Freude über den Fisch ist dann gleich doppelt so groß!

Meistens werden die ersten Testmodelle natürlich noch nicht perfekt, aber je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt und je mehr erfahrung man bekommt, desto besser werden die Köder auch. Ein kleiner Tipp falls der Wobbler sich beim Einkurbeln auf eine Seite legen sollte oder sich sogar um die Achse dreht: Biegt die Einhängeöse mit einer kleinen Zange vorsichtig in die entgegengesetzte Richtung.
Hier mal ein Bild von verschiedensten Wobblern und Jerkbaits, die ich selbst gebaut habe.

Die größeren Hechtköder allerdings werden ganz anders als im Text beschrieben gebaut. Hier wird Eichenholz verwendet und auch keine durchgehende Drahtachse, sondern nur eingeklebte Drehösen. Mehrteilige Köder sind natürlich umso mehr arbeit. Aber das ist ein ganz anderes Kapitel. Wenn ich mal dazu komme, schreibe ich gerne noch einen Bericht über den Bau von Jerkbaits und mehrteiligen Swimbaits.

Samstag, 6. Februar 2010

Letztes Angeln vor der Schonzeit


Heute war ich seit längerer Zeit wieder mal eine Weile am Wasser. Der hintere Teil des Sees ist leider zugefrohren, deshalb konnte ich nur in der der flacheren Region des Einlaufes fischen.
Zwar habe ich nichts gefangen, aber die neue Rute konnte getestet werden. Man hat mit dem Blank sehr viel Kontrolle über den Köder und spürt die Bodenbeschaffenheit gut. Allerdings ist im Gewässer auch noch sehr viel abgestorbenes Kraut vorhanden, das beim fischen in Grundnähe stört...
Ich denke dass es erst im Mai wieder richtig losgeht mit dem Angeln!

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Erster Rutenaufbau!

Weil ich noch keine Rute besitze, die das Spektrum des mittleren Gummifischangeln auf Hecht und Zander abdeckt, sowie auch mal einen Blinker oder Spinner weiter Rauswerfen kann, habe ich mir zu Weihnachten Einzelteile für eine Rute dieses Kalibers bestellt. Mit der kurzen, harten Jerkrute wirft man diese Köder leider nur ungenügend weit.

Erstmal musste ich mich im Internet in verschiedenen Foren schlaumachen, da es sich bei der Rute um meinen ersten Selbstaufbau handelt und ich keinerlei Erfahrungen darüber besitze. Die Rute die ich mir vorstellte sollte natürlich relativ leicht sein und viel Rückrad haben, ca. 2,70m lang und ein Wurfgewicktsspektrum von bis zu 50-60g abdecken. Ein Selbstaufbau solle es deshalb sein, weil es im günstigeren Bereich in 2,70m mit den genannten Wurfgewichten kaum Ruten gibt, die nicht extrem Kopflastig oder schwer sind. Beim Selbstaufbau bekommt man für weniger Geld eben hochwertigere Komponenten und genau deshalb habe ich mich dafür entschieden. 

Als erstes habe ich dann die Einzelteile die ich benötigte rausgesucht und bestellt. Der Blank sollte ein "Spin System 2" von CMW-angeln werden. Dieser ist bei einer Länge von 2,60m nur 105g schwer und das WG ist mit 5-85g angegeben.Realistisch würde ich das WG mit 20-65g einschätzen. Mehr gewicht macht die Rute auch noch mit, allerdings sagt mir mein Gefühl dass man dann beim Wurf nicht voll durchziehen sollte. Mir knapp 100€ ist der Blank allerdings auch mit Abstand das teuerste Teil der Rute. 

Bei den restlichen Komponenten sparte ich ein bischen mehr. Es sollte halt eine schlichte, gut zu handhabende Rute ohne viel Schnickschnack werden.

Als Rollenhalter wählte ich einen Fuji DPS, also ein "standart" Rollenhalter, der bei vielen Ruten eingesetzt wird. Die Ringe heissen "Slim-sic Einstegringe". Dabei handelt es sich um Nachbauten von Fuji-ringen, die mir aber in einem Forum ands Herz gelegt wurden, da sie anscheinend dennoch ein gutes Preis-leistungsverhältnis haben und dem Original sehr nahe kommen. Ich entschied mich für einen 7+1 Ringsatz, also 7 normale Einstegringe + einen Endring.

Da mir Kork zu teuer war, nahm ich einen schlichten Duplongriff, sowie einen entsprechenden "foregrip", also dieses kleine Griffstück das oberhalb des Rollenhalters montiert wird.

Nachdem die Sachen angekommen waren konnte es also losgehen:

Zuerst wurde das untere Teilstück des zweiteiligen Blanks an den entsprechenden Stellen an denen später der Griff und der Rollenhalter sitzen sollten, mit Tape unterfüttert damit alles stramm sitzt. Danach wurde das erste mal Epoxy angemischt, um die Teile festzukleben.

Der Rollenhalter wurde natürlich, sowie die Ringe später auch, nach der richtigen Seite des Blanks ausgerichtet. Dazu nahm ich den jeweiligen Blankteil, legte das eine Ende in einem spitzen Winkel auf eine glatte unterlage, während das gegenüberliegende Ende locker mit den Händen gestützt wurde. Drückt man nun leicht auf die Mitte des Blanks, so richtet sich dieser in eine Richtung aus, wo er nachgiebiger ist. Er dreht sich also erst ein bischen, bis er schliesslich an einer bestimmten Stelle "einrastet", sich also weiter durchdrücken lässt als an den anderen Seiten. Nach dieser Seite muss man die gesamte spätere Schnurführung ausrichten. 

Nachdem der Griffteil fertig ausgehärtet war, konnte es also weitergehen. Jetzt wurden die Ringe nach Augenmaß in die richtigen Abstände gebracht und provisorisch mit Tape festgebunden.

Nachdem der Erste vorsichtige Wurftest erfolgreich war, nahm ich das Tape wieder ab und Wickelte die Ringe am Blank mit Rutengarn fest. Ich habe mir dazu schon vor ein paar Jahren eine Wickelbank selbstgebaut, die aber bisher nur in der Ecke stand.Das Garn lief durch ein Buch um Spannung aufzubauen.

Zuerst mussten Die Wicklungen noch mit den Fingern nachgeschoben werden um die Lücken verschwinden zu lassen an denen das Garn nicht dicht an dicht lag. Später jedoch klappte dass immer besser auch ohne Fingerhilfe.

Auch das untere Ende des Spitzenteils von Blank musste umwickelt werden, damit es später im zusammengesteckten Zustand den aufkommenden Kräften besser Standhält. 

Die großen Ringfüße mussten vor dem Wickeln noch mit einer feinen Metallfeile dem Blank angepasst und seitlich abgeflacht werden. 

Als alles soweit festgewickelt war wurde der Epoxy angerührt um die Wicklungen zu stärken. Allerdings war ich beim ersten Durchgang anscheinden zu schusselig denn ich drehte den Blank ca. 5 Stunden lang und nachdem der Epoxy am nächsten Tag noch nicht hart war fiel mir auf dass ich anscheindend nicht die Komponenten A und B vermischt haben musste sondern B und B ..... 

Also den Epoxy nochmal gründlich abwischen und diesmal die Richtige Epoxyzusammensetzung nochmal auftragen! Diesmal erhärtete er deutlich schneller, ich hatte anscheinend alles richtig gemacht :D . 30 Minuten nachem die erste Schicht aufgetragen wurde, musste eine Zweite angerührt und "nass in nass" aufgetragen werden. 

Zwar ist die Rute noch nicht 100%ig fertig, da noch eine dritte Epoxyschicht folgen muss und die Abschlusskappe auch noch angeklebt wird, aber Optisch wird sich nicht mehr viel verändern und deshalb wollte ich die fast-fertige Rute schonmal vorstellen. Sie ist schön ausgewogen (evtl klebe ich hinten noch ein Kontergewicht ein) und wiegt (ohne Kontergewicht)  212g . Gefischt wird die Rute vorerst noch mit einer 10030er Red Arc und ich hoffe dass sie bald schon den ersten Fisch fangen kann. 

Bis dahin Petri Heil!

Samstag, 7. November 2009

Herbstliches Bellyboaten

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, es heute vom Bellyboat vertikal auf Zander zu probieren. Natürlich besitze ich kein Echolot aber ich dachte, es würde auch ohne ein solches Hilfsmittel möglich sein,  im Stausee besondere Strukturen wie Kanten oder Löcher ausfindig zu machen. Allerdings war der See zu meiner Enttäuschung überall gleich tief, zwischen 2 und 3m und die Kanten die ich fand, waren weit am Ufer, wo das Wasser knapp einen Meter tief war.  Dort hätte ich die Fische mit meinem Bellyboot sofort verscheucht. 

Zuerst war es windig, was mir das Fortbewegen vom Bellyboot erschwerte, ich schätze ich war im Durchschnitt nur ca. 2-3kmh schnell. Nach etwa eineinhalb Stunden hatte ich dann meine Zielstelle erreicht, allerdings war es dort Flacher als ich dachte und ich bekam keinen einzigen Biss, ob auf Gummis oder Wobbler. Weder auf Barsch, noch auf Hechtköder.

Irgendwann hörte ich dann einen Krankenwagen, ca. 10 weitere sowie einige Feuerwehrautos folgten in den nächsten 2 Stunden. Hinter den Baumen sah man dicke Rauchschwaden aufsteigen. Später folgte sogar noch ein Rettungshubschrauber. Wie sich später herausstellte, war die Ursache ein schlimmer Autounfall. 

Als ich mich wieder langsam auf den Rückweg machte (Ich musste ja auch die sehr lange Schwimmzeit mit einberechnen) und noch ein paar interessante Stellen anfahren wollte, hörte ich mitten auf dem See plötzlich einen Platscher.

Ich steuerte auf die Stelle zu und sah ca. 10m vor mir, wie eine Hechtflosse kurz aus dem Wasser ragte. Daraufhin wurde schnell ein Silbern glänzender Rattlin' Rapala in 8cm montiert und ich warf ein paar meter über die Zielstelle hinweg. Bereits nach wenigen Kurbelumdrehungen bekam ich den erhofften biss und konnte den Fisch landen. Das Maßband zeigte 57cm an.

Eigentlich hatte ich vor den Hecht zu releasen, allerdings wendete er sich im Kescher, sodass das Abhaken zu lange dauerte und ich ihn dann doch lieber abschlug.  Damit der Fisch nicht mein Bellyboot vollschleimte, schnitt ich schnell ein kleines Stück Ankerseil  ab, fädelte es ihm durch die Kiemen und aus dem Maul raus und befestigte die beiden Enden an einer Schlaufe des Bellys. So hing der Fisch im Wasser und wurde dazu auch noch gekühlt.

Merkwürdig war, dass der Fisch trotz an der Stelle etwas über 3m tiefem Wasser (Ist an dem See schon recht tief) und Kälte fast an der Oberfläche stand. Die Bäume waren übrigens voll mit Kormoranen, die es sich im Schongebiet gemütlich machten.

Weitere Bisse bekam ich danach nocht mehr und als es gegen halb 6 dunkel wurde verließ ich dann das Wasser.

Der Fisch war übrigens mein erster Bellyboat-hecht!

Sonntag, 25. Oktober 2009

EIne Woche an der Schmutter

In der letzten Woche war ich für ein paar Tage in Bayern, mal wieder an dem kleinen Fluss der hier schon öfter erwähnt wurde und in den ich im Sommer viele Hechte und eine große Forelle fangen konnte.

Der erste Tag war recht frustrierend. Mit der Jerkbaitausrüstung versuchte ich einen Hecht zu fangen - allerdings bekam ich nicht einen einzigen Biss oder Nachläufer.

Am nächsten Tag ging ich dann mit der leichten Baitcaster los, um mit kleineren Wobblern und Gummifischen Döbel zu fangen. In einem großen Gumpen hatte ich zuvor einen riesigen Döbel von ca. 60cm beobachten können, der sich jedoch anscheinend nicht für meine Köder interessierte. Auf gejiggte Gummifische bekam ich anschliessend noch mehrere gute Bisse, von denen ich jedoch nur einen einzigen verwandeln konnte. 

Hinter einem großen wehrauslauf attackierte eine Riesige Bachforelle von geschätzten 60cm meinen Squirrel indem sie sich beim Biss mit ihm aus dem Wasser katapultierte, blieb jedoch nicht hängen. Kurze Zeit und einige Fehlattacken später biss noch eine Bafo um die 45cm, die mir kurz vorm Ufer ausschlitzte.

Den darauffolgenden Tag fischte ich wieder mit der leichten Baitcaster und hauptsächlich Wobblern. Eine bessere Bachforelle, die den Wobbler knapp verfehlte und ein Hechtnachläufer von ca. 55cm waren das resultat. Immerhin waren noch Hechte da! Später ging ich nochmals mit der Hechtrute los. Ein Nachläufer von ca. 65cm verfolgte einen bis zum Ufer meinen langsam durchgeleierten Bulldawgnachbau, mehr war leider nicht zu machen. Langsam wurde es auch richtig Kalt und das Angeln machte mit eingefrorenen Fingern keinen Spaß mehr.

In den nächsten Tagen ging ich nurnoch mit kleineren Ködern los. Dabei fing ich noch zwei Forellen zwischen 35 und 40cm, genau gemessen habe ich die Tiere nicht.

Ein Milchner mit stark ausgeprägtem Laichhaken, der auf dem Bild leider nicht ganz so stark zu erkennen ist..

Und eine etwas grossere Bafo, die auf einen Spinner biss: