Samstag, 26. März 2011

Bachforellenbesatz in der Werre

Heute stand der Besatz von Jungforellen in der Werre an. Insgesamt müssen auf den 12km unserer Vereinsstrecke dieses Jahr 40.000 kleine Bachforellen besetzt werden.
Heute wurden die erste Fuhre von 20.000 kleinen Bafos in die Werre entlassen, nächstes Wochenende stehen weitere 20.000 an.
Hagen holte morgens die Jungfische von der Zucht ab und wir trafen uns dann zu fünft am Parkplatz eines Vereinsgewässers nahe der Werre. Dort gab uns Hagen zuerst eine kleine Einleitung, wie mit den Fischen umzugehen ist und wer für welche Gebiete zuständig war. Wir teilten uns dann in vier Teams, aus zwei bis drei Leuten bestehend, auf. Ich sollte zwei Säcke der kleinen Zuchtfische zusammen mit Spee an zwei verschiedenen Standorten einsetzen.

Die ersten Plätze erreichten wir vom Parkplatz aus zu Fuß. Hagen sagte uns, wir sollten vor allem darauf achten, dass wir die kleinen nicht an tiefen Stellen aussetzen sondern in so flachem Wasser wie möglich. So ist die Überlebenschance der kleinen höher, da sie weniger Feinde zu fürchten brauchen und in Ufernähe Versteckmöglichkeiten suchen können.
Der Plastiksack, in dem die Brut transportiert wurde, stellte sich zunächst als schwerer heraus als wir dachten. Wir mussten uns immer wieder mit dem Tragen abwechseln. An der ersten Stelle die Hagen uns empfohlen hatte fanden wir schnell geeignete Flachwasserbereiche. Mit Aquarienkeschern fingen wir eine Hand voll Jungfische, setzten sie in eine Gießkanne voll Wasser und verteilten sie dann vorsichtig durch den Gießkannenkopf. Nachdem wir den ersten Beutel vollständig geleert hatten, fuhren wir mit dem Auto zur nächsten Stelle um die Fische des zweiten Beutels zu entlassen.

Hier hatte uns Hagen einen kleinen Bacheinlauf empfohlen, in dem die kleinen ungestört wachsen könnten.
Nach knapp drei Stunden waren endlich alle Brutfische Frei.
Wir fuhren zurück zum Treffpunkt, wo Christian und Hagen uns schon mit Fischbrötchen empfingen. Nach einem kurzen Imbiss machten wir uns dann auf den Heimweg.

Sonntag, 20. März 2011

Mäßig erfolgreiches Märzwochenende...


Das Wochenende begann zunächst sehr mühselig:
Am Freitag war ich alleine am See, von ca. 10-13 Uhr. Der Himmel war stark bewölkt und Temperaturen um 4°C machten das Angeln auch nicht sehr angenehm.
Im Gegensatz zum letzten mal waren aber wieder viele Weißfische in Ufernähe. An einigen Stellen stapelten sich Brassen in Bodennähe und darüber Rotaugen. Bei jedem Wurf hatte man Schnurkontakt mit Weißfischen und ab und zu blieb leider auch die ein oder andere Brasse beim Jiggen hängen. Den Zielfisch, einen Barsch, konnte ich leider nicht fangen.

Am Samstag war zumindest das Wetter schon deutlich angenehmer. Der Himmel war fast Wolkenfrei und die Temperaturen waren ebenfalls erträglich.

Es fiel direkt auf, dass sich massenhaft Rotaugenbrut unter der Oberfläche sammelte. Das gesamte Seeufer entlang sah man die Brut einheitlich in die selbe Richtung schwimmen. Bisse hatte ich auch an diesem Tag leider nicht.
Heute war Julian dann wieder am See, sodass wir ein paar Stunden zusammen angelten. Das Wetter war erfreulicherweise noch besser als am Samstag.
Wir verabredeten uns gegen 2 Uhr, gerade als ich das Ufer zu Julian herunterging sah ich wie er eine gehakte Brasse löste. Zunächst warfen wir vom Ufer aus die tieferen Regionen um die Steganlage mit kleinen Kopytos ab. Wie die Tage zuvor waren aber wieder nur Weißfische zu spüren.
Wir wechselten also nach einiger Zeit die Stelle und Fischten an der Staumauer. Hier waren aber weder Futterfische, noch bekamen wir Bisse von Räubern.
Also beschlossen wir, kurz ein paar Würfe am Auslauf des Stausees zu machen. Hier bekam ich auf einen Kopyto in 8cm einen harten Biss. Der Fisch kämpfte einige Sekunden in voller Strömung, nach wenigen Kopfstößen löste sich leider der Haken und ich kurbelte enttäuscht den mitgenommenen Köder heran.
Es war definitiv etwas größeres, was genau kann ich leider nicht sagen. Die Bisspuren im Gummi sahen für einen Hecht irgendwie zu "schwach" aus.
Julian konnte kurz darauf auch einen etwas kleineren unbekannten Aussteiger verzeichnen.
Als auch diese Stelle abgefischt war, gingen wir wieder zurück zum Steg. Dies schien die einzige halbwegs erfolgversprechende Stelle zu sein, an der sich vielleicht zwischen den Weißfischen auch ein paar Barsche aufhielten.
Eine ganze Zeit später, es war mittlerweile schon Nachmittag, schien Julian endlich etwas gutes am Haken zu haben. Nach kurzem Drill auf Distanz, zeigte sich im Wasser ein schöner Barsch. Er hatte sich auf einen 6,5cm Kopyto gestürzt. Mit 30cm schon ein guter Fisch.

Keine halbe Stunde später kam auch ich endlich zum Zug. Als ich den Gummifisch bis unter die Rutenspitze Gejiggt hatte, ließ ich ihn noch einen Moment auf den Gewässergrund sacken. Beim ankurbeln bemerkte ich, dass sich ein Barsch daran vergriffen hatte. Zwar kein Großer, aber nach drei Tagen ohne Fisch eine große Erleichterung.
Leider gucke ich auf dem Foto ein wenig Doof, da ich direkt in die untergehende Sonne schauen musste.
Später folgte noch ein weiterer Barsch ähnlicher Größe. Bei Julian blieb es bei einem Fisch. Gegen fünf Uhr packten wir unsere Sachen und verließen den See.

Montag, 7. März 2011

Überraschung beim Barschangeln

Sonntag morgen meldete sich Julian bei mir und fragte ob ich Lust hätte, ein paar Stunden Angeln zu gehen. Da ich schon lange nicht mehr zum Fischen gekommen bin und durch die anhaltenden Minusgrade in den letzten Wochen auch nicht allzu große Lust dazu hatte, sagte ich sofort zu.
Um 12 war ich am See und baute meine Angel zusammen. Das Wetter war wirklich gut und der zumindest anfangs noch wolkenfreie Himmel erlaubte es sogar mal wieder im Pullover zu angeln.
Julian kam ein paar Minuten Später dazu, als ich gerade die ersten Würfe gemacht hatte.

Das Wasser, welches Ende des letzten Jahres durch lang anhaltende Regenfälle noch dunkelbraun getrübt war, hatte sich unter der Eisdecke innerhalb von knapp drei Monaten grünlich-blau gefärbt und ließ eine Sichttiefe von geschätzten zwei Metern zu.

Wir fischten anfangs kleine Kopytos in den tieferen Bereichen um die Staumauer.
Der normalerweise sehr fischreiche See wollte aber nichts von seinem Potential zeigen. Kein Zupfer, keine Kleinfische und auch keine Rotaugenschwärme die sich in der Schnur bemerkbar machten, waren wahrzunehmen. Beim letzten Besuch am See musste ich an den gleichen Stellen noch aufpassen um nicht ständig kleine Weißfische zu haken.
Wasservögel waren nicht viele auf dem See, lediglich in der vom Ufer unerreichbaren Seemitte schwammen wenige Kormorane umher.
Nach zwei Stunden ohne Fischkontakte entschieden wir uns, die Seeseite zu wechseln und fuhren an die Seite des Emmereinlaufs.
Da wir die eventuell schon laichenden Hechte in den Flachen Einlaufbereichen des Sees nicht stören wollten, fischten wir hier nur im aufgestauten Bachbett der Emmer, die wenigen hundert Meter die wir mit unserer Erlaubnis noch befischen durften.

Da über die Staumauer im Winter immer der Wasserstand um etwa einen Meter gesenkt wird, kamen einige Kiesbänke der Emmer hier an manchen Stellen schon ans Tageslicht, im tieferen Flussbett waren aber immer noch genug tiefe Bereiche.
Zunächst fischten wir unter einer Steinbrücke, in der Hoffnung dass sich dort mit etwas Glück ein Barsch blicken ließ.
Allerdings bekamen wir auch hier keine eindeutigen Bisse und so begann Julian etwas Stromab, auf einer Kiesbank stehend, in einer tieferen Rinne zu fischen.

Nach wenigen Minuten meldete Julian einen Fisch und als ich mich umblickte, sah ich ihm mit krummer Rute im Drill. Der Fisch kämpfte nicht schlecht, allerdings war zunächst auch Julian unentschlossen was sich an seinem 5cm Gummifisch vergriffen hatte. Das Kampfverhalten des Fisches sprach weder für einen Barsch, noch für einen eventuell unerwünschten Hecht- oder Zanderbeifang.

Was sich dann im klaren Wasser zeigte überraschte uns beide. Es war eine wunderschöne Äsche.

Den Gummifisch war bis zum Anschlag in ihrem zarten Maul verschwunden. Für Julian war es der erste Fisch dieser Art. Nach einigen Fotos setzten wir den Kapitalen Fisch wieder zurück, zumal die Schonzeit für Äschen vor 4 Tagen begonnen hatte.

Mit so einem prächtigen Fisch hätten wir aber beide nicht gerechnet. Niemand hätte ahnen können, dass sich eine Äsche auch noch an einem Gummifisch vergreift.
Als der Fang wieder schwamm, fischten wir noch eine Weile weiter, verließen dann aber aufgrund der verschwindenden Sonne den See. Die Finger wurden ungemütlich kalt und das Fischen machte kaum noch Sinn.

Freitag, 18. Februar 2011

Video vom Hechtangeln



Ich habe gerade ein weiteres Video zusammengeschnitten. Diesmal seht ihr einige kurze Szenen die beim Hechtangeln entstanden sind - zu einem Video zusammengeschnitten. Die älteren sind schon knapp drei Jahre alt, die meisten kommen jedoch aus 2010.

Barsche aus 2010 auf Video

Ich habe gestern mal ein paar Filme von Barschfängen aus dem Jahr 2010 zusammengeschnitten. Das Ergebnis könnt ihr euch hier angucken. Eventuell gibts in nächster Zeit noch mehr Zuschnitte. Mal sehen wie ich das restliche Videomaterial noch verarbeiten lässt.

Samstag, 11. Dezember 2010

Jahresrückblick 2010

Die Saison ist für mich seit ca. zwei Wochen zu ende. Mittlerweile sind alle meine Hausgewässer von einer Eisschicht bedeckt und das Angeln ist dort nicht möglich. Das letzte mal als ich vor ca 4 Wochen am Stausee war, hatte ich auf Gummis keinen einzigen Biss mehr und das Wasser war so trüb wie ich es noch nie gesehen habe. Am Auslauf des  Stausees rauschte dermaßen viel Wasser die Staumauer hinunter, dass die Emmer über die Ufer trat und grob geschätzt die dreifache Wassermenge wie normal führte. 

Da ich zur Zeit keine aktuellen Fangbilder posten kann, ist es an der Zeit für einen kleinen Rückblick.

Anfang des Frühjahrs und bis in den Juni hinein bissen die Hechte sehr gut. m Stausee ließ das Beissen dann aber schon mitte Juni deutlich nach. In der selben Zeit verlor ich leider einen Meterhecht durch Abriss. 

Im August war ich dann während der Sommerferien in der Uckermark, wo ich viele Barsche bis 29cm, sowie Hechte bis 68cm fangen konnte. 

Ungefähr zwei wochen Später fing ich dann in Frankreich meine ersten Black-bass, die eine ganz neue Angelei darstellten. Jedenfalls hat mich das Schwarzbarschfischen echt fasziniert. 

Im Herbst fingen dann im Stausee die Barsche wieder an wie verrückt zu beissen. Größen über 30cm waren an fast jedem Angeltag zu kriegen, wobei ich sagen muss dass ich meinen letzten 30cm Barsch bis dato in 2008 gefangen hatte.   p>

Meine besten Fische in 2010 waren zwei Hechte von 68cm, sowie einer von 72. Meine Bestmarke von 73 konnte ich nicht knacken. 

Daneben konnte ich drei Barsche von 34cm fangen, sowie viele weitere zwischen 30 und 34. Insgesamt war es kein schlechtes Angeljahr, wobei der richtig große Fisch allerdings gefehlt hat. Vielleicht kriege ich den ja dann in 2011.

Montag, 1. November 2010

Barschangeln an Allerheiligen

Heute hatte ich Schulfrei und war ca. 3 Stunden am Stausee angeln. Das Wasser wurde in der letzten Woche um ca. 1m abgelassen, was die Fische aber anscheinend nicht stört. Beim ersten Wurf bekam ich schon einen kleinen Barsch auf meinen Kopyto. Das Wasser ist an manchen Stellen so gestapelt voll mit Fischen, dass man in der Absinkphase des Gummifisches teilweise lauter Zupfer in der Schnur hat. Leider hakt man dadurch auch ab und zu den ein oder anderen Fisch in der Seite.  Nach mehreren kleinen Barschen hatte ich beim ankurbeln auf einmal starken Widerstand und glaubte, einen größeren Weissfisch fehlgehakt zu haben. Allerdings war es ein ca. 30cm großer Barsch den ich von außen gehakt hatte.

Am Steg, wo man die meisten Bisse bekam, waren sehr viele Angler und deshalb ging ich ein bischen um den hinteren Teil des Sees um evtl noch andere Schwärme zu finden. Allerdings blieb ich dabei erfolglos und machte mich nach einiger Zeit wieder auf zum Bootssteg. Hier warf ich zuerst vom Ufer aus immer einige Meter versetzt am Steg entlang. Nach mehreren kleineren und mittleren Barschen, bekam ich dann auf einmal weit draußen einen Biss. Die Kopfstöße, die ich nach dem Anschlag zu spüren bekam, deuteten zweifellos auf einen besseren Barsch hin. Nach dem Landen machte ich schnell ein paar Fotos und setzte das Maßband an. Der Barsch hatte genau 33cm, ein wirklich schöner Fisch!

Freitag, 22. Oktober 2010

Grade war ich nochmal kurz am Wasser. Heute gabs wieder nur wenige Barsche, dafür kann ich mit dem größten, der 34cm hatte, schon zufrieden sein. Diesmal landete der Barsch in der Pfanne, da sich der Haken in den Kiemen verfangen hatte.  Die Frequenz an Bissen wird aber im Moment deutlich weniger, dafür ist meistens ein guter dabei. Eigentlich müsste man aber denken dass die Barsche im Moment keinen Hunger hätten. Das Wasser ist voll mit kleinen Weissfischen- das merkt man in jeder Absinkphase des Gummifisches und ab und zu hängt sogar mal die ein oder andere kleine Brasse am Haken. Der Barsch von heute hatte mehrere dieser Brutfische im Magen. Im Vergleich mit einem 5cm Kopyto, dem erfolgreichen Köder von heute, wird deutlich warum die Teile so gut laufen. 

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Es wird kälter...

Gestern war ich wieder am Stausee den Barschen nachstellen. An der Stelle wo es beim letzten Mal die einzigen Bisse gab, war diesmal nichts. Mittlerweile ist der See voller Laub und es wird immer ungemütlicher. Ich denke, dass das Wasser stärker abgekühlt ist, denn gestern standen die Barsche schon bis zu 3m tiefer. Am Bootssteg bekam ich die einzigen Bisse. Später kamen noch Kai und sein Bruder und erzählten, dass sie am Tag zuvor gegen Abend vier richtig dicke Barsche zwischen 36 und 38 sowie einen kleinen Zander fangen konnten. Leider war ich genau an dem tag nicht am Wasser. 

Während die beiden auf Wurm mehrere Barsche bis 32cm fangen konnten, bekam ich auf Gummifische nur Fehlbisse. Dann irgendwann bekam ich mitten im See einen schönen Biss. Der Anhieb folgte und der Fisch wanderte nach kurzem Drill im Kescher. Mit 33cm schon ein ganz guter Barsch! Dies blieb bei mir auch schon der einzige Fisch. Dennoch war ich ganz zufrieden. Als nach ca. 2 Stunden die ersten schwarzen Wolken aufzogen und ein heftiger Hagelschauer bekann, machte ich mich auf den Heimweg.

Montag, 18. Oktober 2010

Die Barsche beissen noch

Heute war ich wieder an meinem Hausgewässer, dem Stausee. Es ist in den letzten Tagen deutlich kälter geworden. Bisse gab es fast ausschließlich an einem Spot. Komischerweise ist das Wasser genau dort mit ca. 2m relativ Flach. Ich fischte größtenteils 6,5cm Kopytos in weiss. Der erste bessere Barsch hatte 33cm. Kurz danach hatte ich einen größeren Aussteiger, der wohl ebenfalls um 30-35cm lag. Nachdem das Beissen der Barsche an dieser Stelle nachließ, ging ich ein wenig um den See um es mal wieder mit der Jerkrute auf Hecht zu versuchen. Leider blieb ich hierbei erfolglos. 

Mitten auf dem See holten sich gerade eine Horde Kormorane ihr Mittagessen. So viele auf einmal habe ich bei uns bisher noch nicht gesehen. Das waren mindestens 150 Stück in einem Schwarm. Auf dem Foto sieht man nur einen kleinen Teil der Vögel.

Als ich keine Lust mehr hatte Hechtköder zu fischen, ging ich wieder an den bewährten Barschspot zurück. Kurz darauf konnte ich auch gleich einen schönen 34er fangen. Auch er hatte sich einen weissen Kopyto eingesaugt. Wenig später machte ich mich auf den Heimweg, da die Barsche wieder weitergezogen waren. In den nächsten Tagen wird bei uns am Stausee wohl auch wieder das Wasser um 1-2m abgelassen, wie es jeden Winter gemacht wird. Mal sehen wie es dann mit den Fischen aussieht. 

Sonntag, 17. Oktober 2010

Blinker-Forentreffen 2010

Grade bin ich vom Blinker-Forumstreffen 2010 wiedergekommen, schade dass es schon wieder vorbei ist. Das Treffen hat dieses Jahr zum zweiten mal am Möhnesee stattgefunden. Offizieller beginn war eigentlich Freitag, aber Julian und ich fuhren bereits Donnerstag los, damit wir noch einen Tag mehr zum Fischen hatten. Rudi, der am Möhnesee wohnt, ist Inhaber der Jugendherberge. Er ging nach unserer Ankunft gegen Mittag gleich eine Runde mit uns Fischen und wollte uns ein paar aussichtsreihe Stellen auf Barsch zeigen. Der See ist riesig und Tiefen von bis zu 18m im Uferbereich waren für mich komplett neu. Zuerst wollten wir ein paar Würfe von dem kleinen Steg machen, der direkt vor unserer Herberge lag. Als Julian einen 6,5cm in weiss an seiner Rute montierte, war mein kommentar noch: " Ich denke mal, dass weiss in dem klaren Wasser nicht so gut laufen wird." . Ca. 30sek später war Julians Rute krumm und mir wurde klar dass ich mit meiner Vermutung wohl voll daneben lag. Der Fisch entpuppte sich als 40er Barsch- Julians neuer BP. Ich war von dem Fang sofort aufgeweckt und dachte dass das Wochenende bestimmt noch einige schöne Fische bringen würde. Allerdings wurde meine euphorie enttäuscht, denn nach der Tour mit Rudi blieb Julians Barsch der einzige Biss des Tages.

Am nächsten Tag gingen wir zu viert auf die gegenüberliegende Seite des Sees. Dort lag ein alter Steinbruch und das Wasser fiel ca. 2 Meter vor den Füßen auf 15m ab. Kopytos am 5g Bleikopf brauchten nach dem Auftreffen an gespannter Schnur bis zu einer 30sek um auf den Grund zu kommen. Bisse hatte an dieser Stelle aber wieder nur Julian, der sich an der Steilwand auf einem dicken Stein platziert hatte. Zuerst zockte er einen knappen 30er Barsch auf Blinker. Kurze Zeit später hatte Julian einen weiteren Biss. Den diesmal deutlich kleineren Barsch kurbelte er an der Kante zu sich hoch. Als der Fisch grade die Wasseroberfläche verlassen hatte, schoss ein gewaltiger Hecht von ca einem Meter hinterher. Als ich zu Julian eilte, sah ich nurnoch die riesigen Verwirbelungen an der Oberfläche. Der Barsch konnte aber dennoch unversehrt gelander werden. Abends fingen Ansitzangler vor unserer Herberge einen schönen 41er Barsch auf Wurm an der Grundmontage.

Samstag hatten die meisten Forenmitglieder vormittags ein Boot gemietet um vom See aus auf Hecht zu angeln. Ich verzichtete darauf, da bereits alle mit Echolot ausgerüsteten Boote vermietet waren und mir das Angeln ohne Anhaltspunkte mitten im Freiwasser nicht gerade erfolgversprechend schien. Deshalb ging ich Uferstrecken ab und versuchte auch endlich einen vernünftigen Barsch zu erwischen. Bis auf Köderabrisse und Hänger passierte jedoch nicht viel. Das Regenwetter und der kalte Wind machten das angeln mit unterkühlten Fingern auch irgendwann unmöglich und so entschloss ich mich, das Angeln schon gegen 2 Uhr zu beenden. Zu meiner überraschung waren auch schon fat alle Bootsangler wieder an der Herberge. Alle hatten von dem miesen Wetter ebenfalls genug. Gefangen wurde sogut wie nichts, dafür gab es bei vielen Leuten Fehlbisse und Aussteiger. Zwei gute Fische gingen sogar durch einen Abriss verloren.  Abends gab es dann per Losverfahren Preise zu gewinnen. Ich bekam eine Gummifischrute in 2,70 im wert von 80€. Da ich aber bereits eine Rute für denselben Köderbereich besitze, tauschte ich die Rute mit jemand anderen gegen eine Daiwa Sivercreek Jerkbait. Die Rute war beinahe originalverpackt und hat einen Neuwert von fat 170€. Ein schöner Stecken, den ich da quasi umsonst erworben habe ;) 
Sonntag morgen fuhren dann die meisten direkt nach dem Frühstück wieder. Ich und Julian machten noch ein paar Würfe im Steinbruch.
Als Julian aber nach drei Köderabrissen die schnauze voll hatte und ich bei kalten Fingern auch nicht mehr angeln wollte, machten wir uns auf den Heimweg. 
Auf jeden Fall habe ich viele nette Leute kennengelernt und das Forentreffen hat echt Spaß gemacht. Wenn nichts dazwischenkommt werde ich im nächsten Jahr wieder dabei sein. 

Dienstag, 12. Oktober 2010

34cm!

Heute bin ich wieder mit Julian, der einen Freund (Kai) mit zum Angeln gebracht hat, auf Barsch gewesen. Erst konnte ich zwei Barsche bis knapp 30 von meinen Ködern überzeugen. Julian fing anschließend noch einen 31er sowie zwei die ebenfalls knapp an der 30 kratzten. Einer davon hatte komischwerweise den ganzen Schlund voller Schlamm und Laubreste. Kai hatte weniger Glück. Erst ging ihm ein vermutlich mittlerer Zander im Drill verloren und dann schnappte sich eine Brasse seinen Gummifisch. Abends bekamen wir weniger Bisse. Kurz vor 6 schnappte sich ein guter Barsch meinen weissen 5cm Gummifisch. Der Drill war kurz, aber die Kopfstöße des Fisches ließen mich gleich auf einen guten Fisch tippen. Der Verdacht bestätigte sich: 34cm und damit mein zweitgrößter Barsch. Ein genialer Tagesabschluss!

Montag, 11. Oktober 2010

So viele 30er wie Zurzeit fängt man selten...

Heute habe ich mich mit Julian zum Barschangeln verabredet.  Ich war schon ein paar Stunden früher da, konnte in der Zeit aber nichts nennenswertes fangen. Als er kam fischten wir in einem Hafenbecken, wo normalerweise Segelboote stehen. Dort hatten wir aber übertrieben viele Fehlbisse. Fast jeder Wurf gab mehrere Bisse, aber keiner der Fische wollte hängen bleiben. So ging das bestimmt 10 minuten. Weil ich wissen wollte, ob es wirklich einfach nur kleine Barsche waren, die den 5cm Kopyto nicht richtig schlucken konnten, wechselte ich auf einen 3,5cm Kopyto. Ich rechnete eigentlich damit nun einfach nur Handlange Barsche zu fangen. Beim ersten Wurf mit dem winzigen Gummifisch allerdings wurde ich eines besseren belehrt. Ein schöner Barsch von 30cm hatte sich den kleinen Köder eingesaugt. Allerdings bekam ich danach keine Bisse mehr auf den Köder. 

Später wechselten wir die Angelstelle. Wieder hatte ich Glück und konnte nach relativ kurzer Zeit einen schönen 31er Barsch auf einen 5cm Kopyto fangen. Julian gelang dann auch endlich sein erster Fang an dem Tag und er konnte einen 27er Barsch landen. Leider sieht der Fisch deutlich kleiner aus, was einfach daran liegt dass Julian so groß ist und überdemensionierte Hände hat ;)

Danach bekamen wir eine Zeit lang keine Bisse mehr und fuhren zum nächsten Supermarkt um  etwas zu essen zu kaufen.  Gegen abend fischten wir dann wieder am Hafen. Julian konnte sofort beim ersten Wurf einen 30er fangen. Ich bemerkte plötlich dass bei meinem Kopyto der Schwanz abgebissen war. Daraufhin montierte ich einen neuen, diesmal in 8cm. Erster Wurf und beim Rausheben die Überraschung: Wieder Schwanz abgebissen... Julian kam mir zu Hilfe, machte ein paar Würfe an derselben Stelle und hakte den Verursacher: einen 27er Barsch. Danach wurde es zu kalt und wir beendeten das Angeln